Der Maskenbildner - ein Beruf im Wandel der Zeit
von Mia Schoepke
Der Beruf des Maskenbildners ist noch recht jung. Er
geht zurück auf den Theaterfriseur und erst nach der Erfindung
des Filmes wurde der Beruf des Maskenbildners durch die stetig steigenden
Anforderungen geboren. Heute ist er aus der Film- und Fernsehbranche
und im Theater nicht mehr wegzudenken.
Das Arbeitsgebiet ist sehr umfangreich. Durch immer neue technische
Errungenschaften und Materialien wird die Bandbreite des Möglichen
immer größer. Daher muss der Maskenbildner von heute
sein Wissen und Können ständig überprüfen und sich
nach dem neuesten Stand informieren und weiterbilden. Diese Entwicklung
führt zwangsläufig dazu, dass es auch in diesem Beruf
zu einer immer größeren Spezialisierung kommt.
Früher genügte eine Grundausbildung, die fast immer eine
abgeschlossene Friseurausbildung voraussetzte. Heute ist dies nicht
mehr ausreichend, da die Friseurlehre nicht mehr so umfassend ist wie
vor ca. 30 Jahren. Die anschließende 3- bis 4-jährige Weiterbildung
an einer festen Ausbildungsstätte wie Theater, Studio oder Schule,
ist also zu kurz, um die fehlenden Fähigkeiten noch zu erlernen.
Hinzu kommt die mittlerweile schlechte finanzielle und wirtschaftliche
Situation an vielen Theatern. die eine so aufwändige Ausbildung
nicht tragen können. Zeitweise gab es deshalb einen totalen Ausbildungsstop.
Die Situation hat sich inzwischen nicht gebessert, im Gegenteil. Viele
bestehende Ausbildungsstätten existieren nicht mehr. In der momentanen
Wirtschaftslage kann (oder will) man sich anscheinend die vielfältige
und aufwändige Ausbildungsform der Maskenbildner nicht leisten!
Aber so hoffnungslos steht es nun doch nicht um diesen so schönen
Beruf. Mittlerweile ist der Beruf anerkannter Ausbildungsberuf und
seit 2003 kann eine Ausbildung nach dem dualen System absolviert und
mit dem Titel „Staatlich geprüfter Maskenbildner“ abgeschlossen
werden. Die Ausbildung dauert 3 Jahre und setzt keine andere abgeschlossene
Ausbildung mehr voraus. In jährlich 3 Monaten Berufsschulunterricht
werden theoretisches und allgemeines Wissen vermittelt. Geplant war,
fünf Berufsschulen einzurichten (München, Berlin, Hamburg,
Köln und Baden-Baden). Aufgrund der geringen Anmeldungen wird
es jedoch leider vorerst in München keine Berufsschule geben.
Der Blog der Film- und Fernsehbranche

16. Internationale Fachmesse und Kongress für Theater, Film und Event,
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